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A Budapester Zeitung portrét közöl Balog Zoltán emberierőforrás-miniszterről

2012. máj. 22. Egyéb | Hozzászólások
Der neue Leiter des Ministeriums für Humanressourcen (Emmi), Zoltán Balog, sprüht vor Tatendrang. Bei seiner parlamentarischen Anhörung Anfang dieser Woche kündigte Balog sogar schon organisatorische und personelle Veränderungen in seinem Ministerium an.
 

Wie in der ungatischen Presse zuletzt zu lesen war, wird voraussichtlich der Staatssekretär fur Kultur, Géza Szőcs, seinen Platz räumen müssen. Aussichtsreichster Anwärter auf seine Nachfolge ist laut der konservativen Wochenzeitug Heti Válasz, der  Fidesz-vorsitzende des Parlamentsausschusses fur Kultur, Laszló L. Simon. Als Mammut-Ministerium  umfasst das Emmi die Bereiche Bildung, Gesundheitswesen, Soziales und Kultur. Nun werden auch noch die Behörde fur Kirchenangelegenheiten und das Staatssekretariat für sozialen Anschluss, das Balog bisher im Mirusterium für Öffentliche VerWaltung und Justiz geleitet hat, unter das Dach des Emmi übersiedeln.
 
Der bisherige Leiter des Emmi (das bislang Ministeriun1 für Nationale Ressourcen [Nefmi] hieß), Miklós Rethelyi, ist erst der zweite Minister der Regierung von Viktor Orbán, der abgelöst wird. Ende des Vorjahres trat
Tamás Fellegi als Minister für Nationale Entwicklung zurück, weil er sich, wie er damals sagte, ausschließlich auf seine Aufgabe als Chefverhandler bei den Kredit-Verhandlungen mit dem IWF konzentrieren wolle. Ähnlich wie Fellegi ist auch Réthelyi von Premier
Orbán nicht geschasst worden, sondern aus eigenen Stücken gegangen. Der 73-jährige Anatomieprofessor hatte nach seiner Ernennung zum Leiter des Nefmi im Sommer 2010 von Anfang an klargestellt, dass er nur fur zwei Jahre zur Verfugung stehen werde. Réthelyi hat allerdings schon im Vorjahr über Verschleißerscheinungen geklagt, damals konnte ihn Orban aber noch von einer Fortsetzung einer Ministertatigkeit überzeugen.
 
Freundschaftliche Treue zu Premier Viktor Orbán
 
Der Nachfolger Rethelyis, Zoltán Balog, ist ein loyaler Weggefährte von Ministerpräsident Orbán. Gegenüber der linksliberalen Wochenzeitung HVG, sagte Balog im Jahr 2007, dass ihn “freundschaftliche Treue” mit Viktor Orbán verbinde. Der reformatorische Seelsorger näherte sich Anfang der 2000-er Jahre nur schrittweise der Parteipolitik an Wahrend der ersten Regierung Orbán (1998-2002) war er zunächst Berater des damaligen und heutigen Regierungschefs in Kirchenfragen. Daraufhin wechselte er ins Amt des Staatspräsidenten, dem zu jener Zeit der inzwischen verstorbene Ferenc Mádl (2000-2005) vorstand. Im Jahr 2003 wurde er Direktor der Parteistifrung des Fidesz, 2006 schließlich zog er nach langem Zögern zum ersten Mal als Abgeordneter ins Parlament ein.
 
Laut HVG gilt Balog sowohl als  konformistisch als auch als freidenkerisch und bisweilen aufmüpfig. Als junger Seelsorger soll er seine Verlobte ohne die Erlaubnis des zuständigen Bischofs zum Altar geführt haben.
 
Später ließ er sich scheiden, wofur er zwei Jahre sühnte, indem er sich – als Prediger – der Kanzel fernhielt. “Dies war meine Läuterung”, sagte er Jahre später gegenüber HVG. Als er vor rund zehn Jahren in die Politik ging, hat er die kirchliche Seelsorge erneut auf Eis gelegt. Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern gilt Balog als realitätsverbunden. So hat er zu Zeiten des Kommunismus
nicht nur zwei Jahre als Drechsler in einer Fabrik gearbeitet, sondern er war auch eine Zeitlang für den Sozialdienst seiner Kirche tätig,
Obendrein ist er nun eine der wenigen Personen im Kabinett von Viktor Orbán, die fließend Deutsch sprechen.
 
Peter Bognar – Budapester Zeitung

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